Das Projekt

Das Projekt RHEIN-SOLAR wird vom Programm Interreg IV A Oberrhein gefördert. Der Projektzeitraum erstreckt sich vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2014.  RHEIN-SOLAR ist mit einem Budget von insgesamt 4 Millionen Euro ausgestattet.

Die weiter unten genannten 13 Projektpartner haben sich zu einem wissenschaftlichen Exzellenz-Cluster zusammengeschlossen, der sich die Förderung und Entwicklung der organischen Photovoltaik im Oberrheingebiet zum Ziel setzt.

  • Centre National de Recherche Scientifique
  • Université de Strasbourg
  • Université de Haute-Alsace
  • Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Karlsruher Institut für Technologie
  • RBNano
  • ROWO
  • Pôle Alsace Energivie
  • SOPREMA
  • Fraunhofer ISE
  • i-net Basel
  • Universität Basel

Das Projekt wird von folgenden Einrichtungen kofinanziert:

  • Interreg IV A Oberrhein
  • Regio Basiliensis
  • Schweizerische Eidgenossenschaft
  • Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft

Ziele :

Das Projekt RHEIN-SOLAR hat sich zwei anspruchsvolle und komplementäre Ziele gesetzt. Das erste ist strategischer Natur und zielt darauf ab, die Aufstellung der in der Region angesiedelten FuE im Bereich der organischen Photovoltaik auf internationalem Niveau zu verbessern. Das zweite, eher wissenschaftlich ausgerichtete Ziel hat die Beschleunigung der Photovoltaik-Entwicklung im Auge, wobei man sich die zahlreichen am Oberrhein vorhandenen Kompetenzen und komplementären Ressourcen zu Nutze machen wird.

Ausgangssituation :

Photovoltaik (PV) ist die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung durch Solarzellen. Sie hat sich als unverzichtbare Technologie im Kampf gegen den Klimawandel herauskristallisiert. Seit einigen Jahren wächst die Bedeutung einer neuen Generation von PV-Anlagen, bei denen die Umwandlung von Solarenergie in Strom mittels organischer Dünnschichtmoleküle erfolgt. Diese als „organische“ Photovoltaik bezeichnete Technologie ist eine direkte Ableitung der in den 1970er Jahren entdeckten hoch leitfähigen Moleküle. Nach der raschen Entwicklung von organischen Leuchtdioden für Beleuchtungszwecke und Displays wandte sich die Forschung den Verwendungsmöglichkeiten dieser organischen Materialien für Solarzellen zu. Ein spektakulärer Vorstoß wurde jüngst beim Wirkungsgrad erzielt, der nunmehr dem von Zellen aus amorphem Silizium vergleichbar ist. Dank der unkomplizierten Anwendung organischer Materialien (vom Typ Tintenstrahldruck) dürfte diese Technologie eine beträchtliche Senkung der Produktionskosten von Solarzellen und damit eine Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten für diese erneuerbare Energiequelle nach sich ziehen.

In der Oberrheinregion arbeiten heute zahlreiche Forschungsinstitute unabhängig voneinander in diesem Technologiezweig. Ihre Aktivitäten umfassen ein sehr breit gefächertes wissenschaftlich-technologisches Spektrum, das von der Synthese photoaktiver Moleküle bis hin zu Druckverfahren für Photovoltaikmodule reicht. Ziel des Projektes RHEIN-SOLAR ist es, die betreffenden Akteure zu vernetzen und einen grenzüberschreitenden Exzellenz-Cluster für organische Photovoltaik zu gründen. Zwei bedeutende Standortvorteile sind dabei die hohe Komplementarität der im Konsortium RHEIN-SOLAR vertretenen Kompetenzen sowie die geografische Nähe. Sie werden es den Projektpartnern ermöglichen, in Synergie zusammenzuarbeiten und einen noch effizienteren Beitrag zur Entwicklung der organischen Photovoltaik zu leisten. Ferner sorgt die Mitwirkung von zwei Clustern an der Schnittstelle zwischen Forschung und Industrie sowie mehrerer Partner aus der Industrie für eine enge Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung und Industrie und schafft gleichzeitig günstige Rahmenbedingungen für den Technologietransfer.

Aktivität :

Die im Rahmen des Projektes durchgeführten Aktivitäten haben in der Hauptsache die Forschung und Entwicklung der Photovoltaiktechnologie zum Inhalt. Ein zweites, nicht minder wichtiges Tätigkeitsfeld des Projektes ist die Öffentlichkeitsarbeit.

Wissenschaftliche Ausgaben

  • Entwicklung und Synthese neuer organischer Materialien für die organische Photovoltaik
  • genaue Charakterisierung der physikalisch-chemischen sowie optoelektronischen Eigenschaften der Materialien
  • Einsatz der Materialien in kleinflächigen Solarzellen und Ermittlung der optimalen Materialkombinationen
  • Optimierung von Solarzellen durch Synthese ausgewählter Materialien
  • Entwicklung neuer transparenter Elektroden für die Herstellung flexibler Module
  • Rolle-zu-Rolle-Herstellung von Solarmodulen

Öffentlichkeitsarbeit:

  • Teilnahme an regionalen Ausstellungen/Messen zwecks Präsentation der Technologie für die breite Öffentlichkeit
  • Durchführung eines Jahrestreffens mit Industrievertretern im Rahmen eines „Forums Forschung und Industrie“ zum Thema organische Photovoltaik

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